Schade und unnötig: Advanzia-Bank schadet ihrem Ruf

Dass Tagesgeld hoch verzinst ist, ist allgemein bekannt. Und die Advanzia- Bank bietet wie andere Banken auch gute Konditionen auf ein Tagesgeldkonto an. 4,7 Prozent auf das Kapital sind eine gute Verzinsung, im Vergleich dazu würde ein Girokonto im guten Durchschnitt nur 0,125 Prozent an Zinsen anbieten.
Was aber in letzter Zeit den guten Ruf der Advanzia- Bank zerstört, ist ihr Werbeaufhänger, der 6,25 Prozent Zinsen verspricht. Hier wird p.a., also pro Jahr angegeben, gemeint ist aber, dass das Kapital für ein Jahr angelegt werden muss, was schon viele Anleger negativ bemerken mussten. Das Angebot, dass als „Einsteigerangebot“ gehandelt wird, gilt jeden Monat in der Werbung als beschränkt und bald zu Ende und muss daher wie ein Schnäppchen schnell angenommen werden.

Was der Reputation der Advenzia nun aber so schadet, ist die Tatsache, dass dieser Zinssatz im nächsten Monat wieder als einmalige Chance angepriesen wird. Und dass das Kapital eines Anlegers, der in einem Monat aus vermeintlichem Zeitdruck das Geschäft eingegangen ist, nur für die restliche Dauer des Monats so hoch verzinst wird. Das heißt, wer am 15. eines Monats sein Geld in besagtem Tagesgeldkonto anlegt, dem werden die 6,25 Prozent Zinsen nur bis zum 30./31. verrechnet. Wer also die Chance am 27. zum Beispiel noch schnell ergreifen will, der fühlt sich unnötigerweise betrogen. Denn im Monat darauf wird das vermeintliche letzte Angebot doch wieder an Neukunden gemacht. Hätte der Kunde das gewusst, hätte er erst am 1. des nächsten Monats eingezahlt und so mehr Zinsgeld gewonnen. Das hinterlässt in den Kunden leider das Gefühl, Geld verschenkt zu haben und übers Ohr gehauen worden zu sein. Die Bank wird als unseriös empfunden, eine Eigenschaft, die ein Finanzinstitut auf keinen Fall mit sich in Verbindung bringen sollte.
Es ist schade, da die Bank ja tatsächlich gute Konditionen anbietet.

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